| Torsi
Draht als puristisches Material ist die Grundform der ursprünglich nach den Körpermaßen
der Künstlerin gestalteten Torsi. Mit Bienenwachs, Gießwachs, Jute, asiatischen Papieren
gefüllt sind sie Hinweise auf archaische Kulturen. Plastikverpackungsschnüre, Film- und Tonstreifen
erfahren eine neue Verwertung zu skulpturalen Kleidungsstücken, die Benützbarkeit suggerieren,
doch schließlich unfunktionell sind.
Die Ineinanderschichtung von transparenten Formen in verschiedenen Größen läßt die Materialität
von Dichte und Auflösung deutlich werden. Die Torsi in ihrer Körperlichkeit und gleichzeitig
Körperlosigkeit sind Zeichen für Leere und Fülle, Innen und Außen, Schutz und Hülle. |